Klettern

 

 



Klettern
















Die Anfänge...

Dies ist eine Zusammenfassung meiner Kletterei bis zum Beginn meines Blogs.  Die Chronologie ist eventuell ein wenig durcheinander, da ich mit Klettern im zarten Alter von 43 anfing, einem Alter wo das Gedächtnis doch spürbar anfängt nachzulassen.  Ich hoffe, dass jemand mit meinem Geschwafel hier etwas anfangen kann, und sich damit vielleicht leichter Inspiration verschaffen kann, als von der Geschichte einiger Pros (so nach dem Motto: ich fing mit dem Klettern mit 11 an, mit 13 bin ich dann meine erste 10- geklettert...).

März 2007

Schuld ist einzig und allein Rikita. Im März 2007 nahm sie mich zum ersten Mal zum Klettern mit. Sie hatte ein Jahr zuvor mit dem Klettern angefangen, und absolvierte gerade ihren zweiten Kurs an der Uni.  Da sie in Berlin wohnt, das nun mit Bergen nicht gesegnet ist, muß man sich dort mit Kletterhallen und Außenkletteranlagen behelfen.

Der Kegel

Was sie mir zuerst vorstellte war der Kegel. Hierbei handelt es sich um einen gewaltigen alten Turm, der mit allerlei künstlichen Griffen und Tritten verziert ist, bei dem aber auch "natürliche" Elemente in den Beton gemeißelt wurden.  Darüber hinaus haben sie eine kleine Boulderhalle, und eben dort begann meine Reise.  Ich lieh mir dort ein paar Kletterschuhe, und schon ging's los.  Ich erinnere mich daran etwas verunsichert und überfordert gewesen zu sein, da sie ein Spiel, das sich "Koffer packen" nennt spielen wollte, wobei jeder die Griffe in derselben Sequenz des Vorkletterers erreichen mußte, und dann jeweils einen neuen hinzufügte. Überfordert war ich, weil mein Hauptaugenmerk doch eher auf nicht von der Wand fallen und richtig zugreifen gerichtet war.  Dementsprechend war ich auch nach wenigen Zügen meist recht aufgepumpt in den Unterarmen, allerdings erinnere ich mich auch daran, dass ich schon dann auf einer Route etwas höher kam, als sie, was weniger mit Vermögen denn mit Körpergröße zu tun hatte (bin 10 cm größer).  Es war faszinierend... Nach ein paar Stunden gingen wir dann nach draussen, um am Kegel selbst ein paar Quergänge zu probieren, was ich fast noch interessanter fand.  Ich brauche mal kaum zu erwähnen, dass ich mich von Beginn an klar von der ganzen Geschichte angezogen fühlte.

Zwei Wochen später standen wir dort wieder auf der Matte (wir leben leider in einer Fernbeziehung, bei der wir abwechselnd alle zwei Wochen zum Heimatort des anderen tingeln).  Nach ein paar einfachen Routen drinnen gingen wir wieder direkt an den Kegel, wo ich dann neben der Quergängerei auch noch andere Kletterer bewundern konnte, die mit Sportklettern beschäftigt waren - auch ich sollte dies dort in naher Zukunft probieren.

April 2007

Die neuen Schuhe

Nun, als Zeichen dafür, dass ich mich mit diesem Sport nun ernsthafter auseinandersetzen wollte, begann ich im Netz nach Klettermöglichkeiten in Hildesheim zu suchen. Ich fand eine privat betriebene Boulderanlage der IG-Klettern Hildesheim. Da Öffnungszeiten und Preise auf ihrer Seite nicht ersichtlich waren, kontaktierte ich die Betreiber via Mail.  Zur gleichen Zeit entdeckte ich einen Bergsportladen in Hildesheim.  Da ich nicht jedesmal Schuhe leihen wollte, erstand ich dort dann auch prompt mein erstes Paar Kletterschuhe - der nette Verkäufer empfahl mir die gerade im Sonderangebot erhältlichen berühmenten Five Ten Asanazi Lace Up, ein Kauf, den ich wirklich niemals bereut habe; dazu noch ein Magnesiumbeutel nebst Inhalt.  So mit allem ausgerüstet, was ich in dem Moment brauchte, tigerte ich zu der Anlage, die allerdings nicht öffentlich ist, sondern nur von Mitgliedern mit dem entsprechendem Schlüssel aufgesucht werden an.  Die Kontaktperson der IG hatte mir allerdings Tage mitgeteilt, wo mit großer Wahrscheinlichkeit jemand dort sei und den Weg beschrieben - ich fand den Eingang dennoch nicht, da auf den Türschildern kein entsprechender Name zu finden war.  So irrte ich erstmal verzweifelt herum, bis ich einen netten Mann in einer angrenzenden Second Hand Kram Lagerhalle ansprach, der mir durch seine Halle direkt in das Treppenhaus des Gebäudes führte.

Die im Dachgeschoss befindliche Tür war nicht abgeschlossen, aber außer mir war niemand da.  Ich malte also brav meinen Namen in die ausgelegte Liste und hinterließ meinen Obulus in der entsprechenden Kasse und begann meine neuen Schuhe auszuprobieren.  Im Gegensatz zum Kegel waren fast alle hier geschraubten Probleme an Überhängen, so dass ich als ungeübter Anfänger schon nach kurzer Zeit ziemlich dicke Arme bekam.  Irgendwie war ich auch ganz froh, dass ich alleine war, zumal ich mich so mit meinen stümperhaften Versuchen nicht vor erfahrenen Kletterern blamieren mußte.  So nach 1 1/2 Stunden war ich dann allerdings schon fertig mit der Welt, und meine Füße taten auch scheußlich weh, als dann doch noch drei andere Leute eintrafen. Ich konnte mich so zumindest noch vorstellen und ein paar weitere Informationen über gängige Besuchzeiten einholen, und machte mich dann von dannen. Irgendwie kam mir diese Anlage dann aber doch eine Nummer zu groß (von der Schwierigkeit) für einen Anfänger vor, und so beschloß ich, mir eine andere Anlage im dreißig Kilometer entfernten Hannover anzuschauen, von der ich viel im Netz gelesen hatte.

Das Escaladrome

Das Escaladrome ist eine reine Indoor Boulderanlage in Hannover.  Es gibt dort Probleme jedweder Schwierigkeitsklasse und war somit genau das, was ich gesucht hatte.  Ich brauche wohl kaum erwähnen, das ich dort eine Menge glücklicher Stunden verbracht habe. Ich kletterte was das Zeug hielt und verbiss mich schnell in einige Probleme der unteren und mittleren Schwierigkeitsklasse, zum Teil auch mithilfe einiger guter Tips anderer dort trainierender Kletterer.  Bouldern ist ideal, um klettern zu lernen, frei von allen technischen Gebamsel kann man sich nur auf Bewegungen und Griffe konzentrieren.  Von Anfang an reizten mich besonders Probleme mit schwierigen Balanceeinlagen und hohem technischen Anspruch.  Das hielt mich natürlich keineswegs davon ab, mir gründlich die Haut von den Fingern zu reißen, als ich mich dann zu unvorbereitet den ersten stärkeren Überhängen und Dachproblemen widmete.

Zum ersten Mal "richtig" klettern

Rikita war richtig zufrieden, dass ich mich für ihren Sport so offensichtlich erwärmen konnte, und arrangierte postwended ein Treffen mit Carl, einem ihrer Freunde, der unter anderem auch Kindern im Klettern unterrichtet hatte. Da sie zu dieser Zeit in ihrem Uni-kurs Vorstieg lernte, konnte ich sie zunächst bei einem solchem Versuch bewundern.  Auf der eher leichten Route kam sie bis zum letzten Bohrhaken vor dem Umlenker, aber dann setzte das Bewußtsein ein, sich über der Exe in ziemlicher Höhe zu befinden, und sie konnte sich nicht zum weitermachen durchringen.  Bei diesem Vorstieg sicherte sich noch Carl, den ich dann wegen seines größeren Wuchses und höheren Körpergewichtes später sichern sollte.  Zunächst aber sollte ich Rikitas Werk vollenden und das Seil hochbringen. Ich erinnere mich noch deutlich ziemlich durcheinander, aber nicht unbedingt ängstlich gewesen zu sein.  Ich schaffte es zwar, die letzte Exe einzuhängen, aber bis zum Umlenker kam ich dann auch nicht.  Das Klettern selber war eigentlich eher einfach, aber irgendwie baute sich wohl eher eine psychologische Barriere auf, da mir nicht zureichend klar war, was ich dann nun genau tun mußte, falls ich wirklich am Umlenker ankam.  Carl brachte das Seil schließlich ganz nach oben, und in Toprope meistern wir das Ding dann doch eher leicht im nächsten Versuch.  Ich sicherete Carl dabei mit einem Grigri.  Der arme Karl muß unter meinen stümperhaften Versuchen ganz gut am Seil gelitten haben, da ich irgendwie absolut kein Gefühl für das Ding bekam.  Er erzählte Rikita später, dass ihm beim Vorstieg auf einer schwereren Route danach doch schon ganz schön mulmig bei meinen Sicherungskünsten wurde.  Die schafften wir dann beide auch nicht mal in Toprope, der letzte Zug wollte mir einfach nicht einsichtig werden, aber schließlich war das auch schon, wie ich später erfuhr, eine 5+.

Mir machte diese andere Art des Kletterns schon Spass, aber es gab halt viel zu beachten, und es war mir alles ein wenig fiel gewesen, Knoten binden, sichern und all das... da sprach mich doch auch weiterhin noch mehr die freiere Art des Kletterns, das Bouldern, an.

Filme, Filme und ein Buch...

Ich besorgte mir allerlei Boulder- und Kletterfilme, lwie "Dosage", "Masters of Rock", "Inertia" und "First Ascent".  So befriedigend meine Trainingssessions im Escaladrome auch waren, nach diesen Filmen wollte ich so schnell wie möglich meine Finger an richtigem Fels testen.  Also kaufte ich mir bei unserem nächsten Besuch im Bergsportladen, bei dem sich Rikita mit einem eigenen Gurt und dem gleichem Model Schuhen wie meinem ausrüstete (Carl hatte meine Schwärmerei über dies Schuhwerk mit seiner eigenen Erfahrung unterstützt), ein Buch über Bouldern im Harz ("HarzBlock" von Ingo Apel) der von Hildesheim so knappe 100 km entfernt liegt.  Es gibt dort hunderte Probleme in verschieden Gebieten im Okertal, und da doch auch einige mit "Easy Bloc" oder niedrigen Bewertungen zu finden waren, waren wir zuversichtlich, auch ohne ein Crashpad, das wir uns beide nicht leisten konnten, ein bischen rumklettern zu können.

Mai 2007

Es ging zu weit...

Wir hatten das Buch, die Motivation und ein Zugticket in den Harz - für den Weg in die Bouldergebiete und die Rückfahrt nahmen wir dann unsere Fahrräder mit.  Leider sind wir beide nicht unbedingt so die Helden im Kartenlesen, oder wir konnten einfach Entfernungen auf den in dem Buch befindlichen Karten richtig einordnen.  Wie dem auch sei, wir sind also schnurstracks an den auserwählten Boulderregionen vorbeigeradelt und endeten dann nach anstrengeder Bergauffahrt an der Okertalsperre.  Laut Buch gab es aber eine Region, die dieser ziemlich nahe lag, also änderten wir kurzerhand unsere Pläne und strebten auf die Feigenbaum-Region zu

Der Weg dorthin war länger als vermutet, und bald war aufgrund der Steile mit Schieben der Räder nicht mehr gut voranzukommen, also mußten wir sie am Wegesrand abstellen..

Ich war richtig aufgeregt als dann die ersten Boulder aus dem Wald ragten und wollte gleich munter drauflosklettern, aber Rikita wollte lieber absolut sicher sein, dass wir auch tatsächlich einen im Buch wiedererkennbaren Boulder klettern und so suchten wir weiter.  Das Auffinden entpuppte sich dann allerdings als deutlich schwerer, als wir uns das vorgestellt hatten.  Wir fanden dann an einer Aussichtsplattform, die eindeutig identifizierbar war den einen oder anderen Boulder, die wir dann auch kletterten, aber dann war's mit dem Erkennen auch schon wieder vorbei.  Um mich nicht weiter frustriert und sinnlos umherzuirren, beschloßen wir dann einfach dort an der "Mausefalle" herumzuklettern, die zwar nicht als Boulder ausgewiesen war, aber zum ausprobieren und ein Gefühl für den Fels zu bekommen, durchaus geeignet war.

            

      

 

         

Rikita und ich bouldern in der Feigenbaum Region im Harz.

Es wurde langsam spät, und so mußten wir uns mit Hinblick auf die doch recht lange Rückfahrt mit dem Rad zurückziehen, aber mit dem deutlichen Wunsch, dort früher oder später zurückzukehren...

Juni/Juli 2007

Neue Spielwiesen

Nachdem ich Rikita zweimal mit in das Escaladrome genommen hatte, war offensichtlich, dass sie Bouldern nicht so viel abgewinnen konnte wie klettern. An den Wochenenden in Berlin gingen wir dann zur Kirchbachspitze, wo wir uns wieder mit Karl trafen, der dort ganz in der Nähe wohnt.  Die Kirchbachspitze ist klasse, weil sie eine Menge unterschiedlicher Routen hat, mit Kanten, Verschneidungen und sogar einem kleinen Überhang (und ist zudem auch noch umsonst ).  Sie ist an den höchsten Stellen 12,50 m und hat künstliche Griffe, aber zusätzlich halt Strukturen, die echtem Fels schon ziemlich nahe kommen.  Carl lieh uns netterweise eines seiner Seile, und nachdem wir uns dann auch noch unsere eigenen Exen anschafften, konnten wir dort nach Herzenslust klettern.

                   

Rikita, Sigrid und ich klettern an der Kirchbachspitze in Berlin-Schöneberg

Hildesheim liegt in der Nähe dreier Klettergebiete: Dem Harz, wo wir bouldern gingen (Granitfels), den Bodensteiner Klippen (Sandstein) und dem Ith (lKalkstein). Nach dem was wir bis dorthin gehört hatten, mußte man in all diesen Regionen selber Zwischensicherungen legen, wofür wir weder Material noch Kenntnisse besaßen, letztere wollten wir auch lieber in einem entsprechendem Kurs erlernen. Also blieb uns für Klettern in Hildesheimer Umgebung nur die Kletteranlage im Freizeitpark Campo in Hannover.  Die Routen und deren Vielfältigkeit dort sind ok, allerdings ist es dort schon recht laut und zudem nicht ganz billig.

Da ich mein Hauptaugenmerk nun auf das Sportklettern richtete, entwickelte ich mich dort auch schneller als erwartet.  Bis Ende Juli hatte ich dann meine erste 7- in Toprope geschafft, allerdings mit einigen Pausen und muskelintensivster Quälerei durch schwere Abschnitte.

In Berlin stießen dann immer wieder Leute von Rikitas Kletterkurs und weitere bekannte zu uns, was insofern gut war, als sie anfing ein wenig frustriert über meine schnellen Forschritte zu werden.  Natürlich hatte ich den unfairen Vorteil im Verlauf meines Lebens doch mehr oder minder ständig die eine oder andere Sportart betrieben zu haben, und 20 Jahre Yoga ware sicher auch nicht abträglich.  Zusätzlich mußte und muß sie auf vielen Routen aufgrund ihrer Körpergröße deutlich mehr improvisieren, obwohl ich auch nicht gerade ein Baum bin (1,70 m), habe ich dem Vernehmen nach wohl doch recht lange Arme für meine Größe.  Sigrid, die uns regelmäßig zum Klettern begleitet, ist da genau in ihrer Reichweite und Größe, und dementsprechend können sie sich doch besser bei gleichen Problemen austauschen.

August 2007

Die Rückkehr der Verirrten...

Nach unserem ersten nicht eben gelungenen Abstecher in den Harz, kehrten wir zu einem Campingwochenende dorthin zurück.  Für den September war ein zweiwöchiger Urlaub mit Camping und Wandern in Portugal geplant, daher wollten wir eines der wenigen wirklich schönen Wochenenden in diesem Sommer dort zur Einstimmung und natürlich zum Bouldern nutzen.  Auf der ersten Wanderung noch am Abend unserer Anfang fanden wir dann auch gleich ein paar Blöcke, und diesmal war es mir piepegal ob das nun Erprobte waren und stürzte mich auf das erste beste Teil, das kletterbar wirkte.  Da wir immer noch kein Crashpad hatten und der Fels zudem an einigen Stellen weiter oben moosüberwachsen und glitschig war, ließ mich dann Vernunft und Sorge um meine Gesundheit den Versuch abbrechen.

         

Ein unbekannter Block im Okertal, Harz

Am nächsten Tag starteten wir dann zu einer langen Wanderung - nahmen nach gutem Vorankommen dann aber eine falsche Abzweigung, die sich als zeit- und energieraubend entpuppte (10 km weiter, als geplant).  Als wir dann schon ziemlich platt endlich wieder bei unseren Fahrrädern ankamen, waren wir zum klettern eigentlich schon viel zu kaputt, aber irgendwie fühlte es sich nicht richtig an, im Harz gewesen zu sein, ohne richtig zu bouldern.  Wieder fuhren wir einige Male an dem ausgewiesenen Parkplatz, der sich dann als ungezeichnete Haltebucht erwies, vorbei - als wir dann frustriert aufgeben wollte, trafen wir auf unseren Retter in Form eines amerikanischen Boulderers, der gerade seine Crashpads im Auto verstaute und uns zum Ziel unserer Wünsche wies: Den Studentenklippen.

Auch wenn wir in der richtigen Gegend angekommen waren, so war das Identifizieren der Boulder doch alles andere als einfach. Wir schafften es jedoch, und kletterten ein paar leichtere Probleme, die ohne Crashpad halbwegs sicher wirkten, ich glaube in meinem Fall bis zu Fon 5b.  Die Bilder sind allerdings von leichten Blöcken, auf die Rikita dann auch klettern konnte, um mich so von oben zu fotografieren, bei den schwereren mußte sie dann doch als Spotterin (und manchmal Spötterin) herhalten.

         

Am frühen Abend trafen wir dann auf drei junge Männer aus Hannover, die ich vom sehen aus dem Escaladrome kannte.  Sie waren mit Crashpads ausgerüstet und arbeiteten gerade am Piratennest (6a), also probierte ich es auch ein- zweimal, bevor ich aus Erschöpfung und dem Gefühl eigentlich schon mehr als genug getan zu haben, die Segel strich.  Besonders weit kam ich nicht, aber wenigstens sind so ein paar hübsche Fotos entstanden ;-)

               

    

Rikita kletterte zwar ein paar leichtere Probleme, aber sie fühlte sich nie sicher genug, um ohne meine Spotterei auszukommen, daher gibt es von ihr leider nur ein paar Bilder vom Vortag nach Bezwingung einer eher leichten Geschichte:

         

Wie dem auch sei, alles in allem war das ein klasse Ausflug, und diesmal haben wir dann auch mal an richtigen Bouldern gespielt. Klar, dass dies nicht unsere letzte Reise dorthin war...

September 2007

Portugal - Sintra

Zwei Wochen Urlaub in Portugal - natürlich haben wir vorher versucht uns Information über Bouldermöglichkeiten zu veschaffen.  Einige nette Kletterer aus Portugal versuchten uns auf Anfrage auch die bestmöglichen Plätze entlang unserer Urlaubsorte mitzuteilen, aber am Ende haben wir doch recht wenig gemacht, da Klettern hier weniger im Fokus war, als Sight-seeing und Wandern.  Die erste Region, die sie uns empfahlen war Sintra.  Wir hatten einen Tagesausflug von Lissabon dorthin geplant, aber in die Boulderregion kamen wir aus Zeitproblemen nicht.  Was mich natürlich nicht daran hinderte, ein am Wegesrand liegendes Problem anzugreifen, und zudem auch noch einen etwas halsbrecherischen Versuch zu unternehmen, zu einer auf Felsblöcken gelegenen Statue hochzukraxeln (fast hätte ich es geschafft), aber das war es dann auch schon.

         

Ein bissken höher kam ich doch noch, aber dann hörte der Riss auf greifbar zu sein...

Portugal - Pedra do Urso

Serra da Estrela ist ein sagenhaftes Naturschutzgebiet, das zum Wandern einlädt - und wir folgten dieser Einladung gerne (längste Wanderung 50 km an einem Tag mit reichlichst Höhenmetern).  Nachdem wir uns bei einem regionalen Kletterverein schlaugefragt hatten, änderten wir unsere Pläne um zumindest an einem in der Nähe des Bouldergebietes Pedra do Urso zu campen.  Wir kamen in den frühen Morgenstunden an unserem Campingplatz an, aber der Tag fing alles andere als verheißungsvoll an - es regnete erst, dann zog dichter Nebel über die höheren Regionen.  Als sich der Regen beruhigt hatte, und der Nebel sich auch mehr und mehr verzog, wagten wir es trotzdem und kamen diesmal tatsächlich ohne uns zu verirren dort an.  Pedra do Urso ist ein sehr weitläufiges Gebiet, von dem wir nur einen winzigen Teil schafften, zudem sind die meisten Probleme dort schon richtig heftig. Netterweise sind die Probleme dort markiert (warum geht das hier eigentlich nicht) so dass wir doch ein paar Sachen, die ohne Crashpad sicher genug wirkten, probieren konnten (fast hätte ich eine 6c geschafft, aber der letzte Zug wollte einfach nicht so wie ich wollte).  Definitiv ein Ort, an den ich irgendwann einmal zurückkehren möchte, vorzugsweise dann mit einem Crashpad.

                   

         

Oktober/November 2007

T-Hall

Da das Wetter langsam aber sicher immer schlechter wurde, mußten wir uns eine Kletterhalle in Berlin suchen.  Ulrike absolvierte ihre Kurse im Magic Mountain, aber der war doch recht weit von ihrer Wohnjng entfernt - zudem hatte uns eine unserer Kletterpartnerinnen eine andere Halle, die in unmittelbarer Nähe und sogar im selben Stadteil lag, empfohlen: T-Hall.

Die Anlage ist echt klasse, eine Vielzahl von guten und abwechslungsreichen Routen, künstlicher Felsen an manchen und als besonderen Bonus gibt es hier auch noch eine kleine Sauna, die den geplagten Muskeln am Ende eines klettereichen Nachmittages dann auch noch die wohlverdiente Entspannung verabreicht.

DAV Kletteranlage in der Sporthalle der Hildesheimer Universität

Bekanntermaßen sind viele deutsche Kletterer im DAV organisiert.  Da wir uns aufgrund des schlechten Wetters nun nicht ständig sowohl Zugfahrt als auch hohen Eintritt im Campo leisten konnten oder wollten, suchten wir nach Alternativen in Hildesheim und fanden die Kletteranlange der  Hildesheimer Sektion des DAV in der Unisporthalle.  Obwohl nur 6,80 m hoch, wird dort einiges geboten, unter anderem auch ein Dach, an dem wir uns natürlich noch nicht versucht haben.

Dezember 2007

Lieber Weihnachtsmann...

Natürlich schauten wir auf die nächste Klettersaison voraus.  Uns beiden war klar, dass wir im nächsten Jahr in richtigen Felsen klettern wollten.  Wir traten beide der Berliner Sektion des DAV bei, da dort manchmal auch Kurse für Vorstieg mit Zwischensicherungen angeboten werden (und man zudem Eintrittsermäßigungen in diversen Kletteranlagen bekommt) - zusätzlich involvierten wir dann auch noch den lieben Weihnachtsmann: Rikita bekam ein 60 m Seil und ich einen Satz Klemmkeile zu Weihnachten.

Leider konnten wir nicht so oft klettern gehen, wie wir uns das gewünscht hatten - die Grippe- und Erkältungssaison machte mir mehr zu schaffen, als mir lieb war - und anstatt mich weiterzuentwickeln hatte ich eher Probleme in den Bereichen des Spätsommers und Herbstes zu klettern.

Januar/Februar 2008

Na dann kann's ja losgehen

Nach ein paar Wochen der Stagnation fühlte ich mich wieder besser.  Es gelangen mir ein paar 7+ Routen in der T-Hall und der DAV Anlage und Anfang Februar dann auch die erste 8- in Toprope.  Ich entschloß mich gezielter und ernsthafter zu trainieren und bestellte mir zu diesem Zwecke Campus Boards, ein paar kleine Griffe und zwei Klimmzugstangen.  Zusätzlich setze ich mich nun langsam mit den nahegelegensten Klettergebieten (Ith und Bodensteiner Klippen) auseinander und kaufte mir auch noch einen für den Ith wärmstens empfohlenen Tri-Cam Satz.

E11

Dies ist ein fantastischer Kletterfilm, welcher zusammen mit Dave MacLeod's website, von dem der Film handelt, mir sicherlich den größten Inspirations- und Motivationsschub in den letzten beiden Monaten gab.  Er gibt wohl auch Kletterunterricht, und wenn ich mir das irgendwann einmal leisten kann, würde ich doch gerne mal Schottland besuchen und von direkter Erfahrung dort profitieren.